Geben und Nehmen - eine lebensverändernde Sichtweise!

Aktualisiert: 28. Mai 2019

In diesem Artikel geht es um Geben und Nehmen - oder ich könnte auch sagen, Fülle und Mangel.

Geben und Nehmen nicht im klassischen Sinne - also in Bezug auf andere Menschen. Nach dem Motto, wenn du gibst wird dir auch gegeben, oder Geben und Nehmen muss in einer Beziehung in Balance sein.

Ich meine hier viel mehr das Geben und Nehmen in Bezug auf sich selbst. Also das eigene Gefühl und das eigene Erfahren von Fülle und Mangel.


Ich habe mich vor einiger Zeit gefragt, in welchen Lebensbereichen erfahre ich eigentlich Fülle und in welchen Lebensbereichen erfahre ich Mangel. Unterm Strich wusste ich, dass die Erfahrungen von Fülle und Mangel im Außen etwas mit mir zu tun haben. Wie sieht es in meinem Inneren aus? Welchen Bezug habe ich eigentlich zu Fülle und Mangel?


Dabei habe ich festgestellt (das musste ich mir leider eingestehen), dass ich gefühlt mehr Mangel als Fülle erfahren habe. Das war meine ganz subjektive Sichtweise, so fühlte ich mich. Irgendwie war es nie genug. Weiterhin habe ich festgestellt, dass ich diese Fülle aber auch gar nicht richtig zugelassen habe oder zulassen konnte. Und das war wahrscheinlich der wichtigste Punkt überhaupt!


Ich bezeichne mich als eine eher bescheidene und zurückhaltende Person. Ich drängle mich nicht vor, lasse anderen den Vortritt, will nicht zur Last fallen, frage ungerne um Hilfe und will um Gottes Willen nichts geschenkt. Ich “gönne” mir selten etwas und das Nötigste ist ja gut genug. Das ist inzwischen nichtmehr so extrem, war aber lange meine innere Grundhaltung.

So gesehen sind das ziemlich limitierende Einstellungen. In meiner damaligen Welt waren Überfluss, Fülle und Reichhaltigkeit etwas das mir nicht wirklich zusteht, etwas das ich nicht brauche oder worauf ich verzichten kann.


Weiterhin habe ich viel Zeit meines Lebens damit verbracht mich selbst “auszubeuten”. Das klingt zunächst ganz schön heftig (ist es auch), aber leider ist es wahr.

Was meine ich damit?

Nehmen wir das Beispiel Sport: ich habe viel Zeit investiert um Leistung zu bringen, um in bestimmten sportlichen Bereichen richtig gut zu werden. Ich bin wahnsinnig viel Energie losgeworden, ich habe wahnsinnig viel Energie aufgebracht um bestimmte Dinge tun zu können, Ziele zu erreichen. Aber nicht so sehr um des Zieles Willen, sondern viel mehr um der Sache Willen. Um Leistung zu zeigen, um Energie loszuwerden, um mich auszupowern. Einfach, weil ich den Glaubenssatz hatte, wer viel leistet ist viel wert und ich brauche keinen Überschuss (z.B. an Energie). Die Intensität die man dabei erlebt kann süchtig machen!


Oder nehmen wir das Beispiel Ernährung: ich habe sehr viel Zeit damit verbracht herauszufinden, welche Ernährungsform eigentlich besonders effektiv ist. Wie viel nötig ist um leistungsfähig zu sein. Was ich mir alles nicht geben sollte… Perfektionismus lässt grüßen!! Und auch Liebe konnte ich nur schwer zulassen und wenn, dann oft die falsche Art von Liebe - eine, die nicht wirklich gibt und mir nahe sein will.


Natürlich spielt Kontrolle hier auch eine große Rolle. Die Dinge kontrollierbar, messbar, einschätzbar machen zu können, hat mich begeistert…und bestimmt.

Aber ich musste mich irgendwann fragen, was bleibt da am Ende eigentlich übrig? Wie ich auf allen Ebenen erfahren durfte, nichts - oder nicht viel.


Ich hatte mich also tatsächlich freiwillig in ein Mangeldenken hineinbegeben. Wie du siehst kann es dafür unterschiedliche Gründe geben, sie sind nicht alle offensichtlich und es gibt ja nicht immer nur einen Grund warum man etwas tut, aber mein Beispiel zeigt wohin mich das am Ende gebracht hat. Ich musste mir ernsthaft die Frage stellen, was habe ich mir eigentlich alles genommen? Was habe ich alles nicht zugelassen, was habe ich von mir ferngehalten und wo habe ich verzichtet? Das hat alleine etwas mit mir zu tun - ich habe mich an irgendeinem Punkt in meinem Leben dazu entschieden, dass Verzicht, Enthaltsamkeit und Bescheidenheit Tugenden sind. Heute merke ich, dass ich es viel zu weit getrieben habe und mir dadurch die Fülle verwehrt habe! Wie irrsinnig.

Natürlich ist unser Verhalten von unserem Umfeld uns unseren Erfahrungen geprägt, aber irgendwann muss man die Verantwortung einfach übernehmen.


So schwierig diese Erkenntnis für mich war, sie bietet mir nun die Möglichkeit mich mitzuteilen und vielleicht geht es dir ja auch so? Wenn du Mangel empfindest, frage dich doch mal, wie gut bist du eigentlich zu dir selbst? Wo verwehrst du dir vielleicht etwas?

Weiterhin konnte und kann ich durch diese Erkenntnis natürlich daran arbeiten. Ich kann etwas dagegen tun. Ich kann im Kleinen bei mir anfangen, mir etwas zurück zu geben. Die Fülle in mein Leben einzuladen, denn nur ich kann mich dafür oder dagegen entscheiden!

Ich glaube, dass es eigentlich vielen Menschen so geht - mehr oder weniger ausgeprägt. Wir gönnen uns bestimmte Dinge nicht, weil wir glauben, das haben wir nicht verdient, oder das ist unanständig, oder egoistisch. Wieso eigentlich? Wer sagt das, wer hat das festgelegt?


Der nächste Schritt ist natürlich, dass wenn ich beginne mir selbst zu geben, dann möchte ich automatisch auch anderen geben - ich hab ja selbst mehr, ich hab ja keinen Mangel! Automatisch bin ich im Geben-Modus, für mich und für alle.


Ehrlich gesagt, war ich sehr erstaunt über diese Erkenntnis. Ich musste sofort aufhören von mir selbst zu nehmen, mich auszubeuten! Das wahrzunehmen und dann auch umzusetzen war lebensverändernd. Ich begann eine ganz andere Sichtweise auf mich und die Welt zu haben. Ich verstand auf einmal, dass alles da ist - alles ist schon vorhanden, ich muss es nur annehmen und zulassen. Ich darf es fließen lassen. Gleichzeitig war es so befreiend! Ich musste mich nicht mehr reglementieren, schließlich durfte ich jetzt alles annehmen. Da gibt es keine Grenze, wenn ich sie nicht für mich haben will.

Das ist wahre Selbstliebe! Die Selbstliebe ist so oder so nicht gierig (das hätte eines meiner Gegenargumente sein können). Nein, sie gibt sich das was sie benötigt um sich wohl zu fühlen um genährt zu sein, um in Balance zu sein. Vielleicht ist das zu Beginn etwas mehr und wir denken es wird zu viel, aber es wird sich einpendeln. Wir tun es ja aus Liebe und Fürsorglichkeit und nicht aus einem Mangeldenken und aus Gier.


Ich bin gespannt, was meine Erfahrung und mein Mitteilen in dir auslöst! In mir hat sie schon ganz viel ausgelöst…und aufgelöst. Ich habe mir zunächst verziehen für das was ich langezeit falsch verstanden habe und mir von da an gegeben, was ich mir so lange ausgeschlagen habe!

Vielleicht geht es dir genauso, oder du kennst jemanden dem es so geht. Teile meinen Artikel gerne mit anderen!


Ich wünsche dir einen erfüllten Tag!


Alles Liebe,

Maren

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