Meine Meinung zum Kinderkriegen.

Ein Thema mit dem ich mich in letzter Zeit wieder mehr (und einfach grundsätzlich, weil ich eine Frau bin) immer wieder befasse, ist die Frage, ob ich Kinder bekommen will oder nicht.

Ich möchte heute darüber schreiben, weil ich mir vorstellen kann, dass es noch andere Frauen gibt, denen es ähnlich geht.


Ich glaube in mir, oder nur einfach für mich, kann ich die Frage ganz gut beantworten. Allerdings spüre ich eine Erwartungshaltung von meinem Umfeld (direkt oder indirekt) und von der Gesellschaft.

Für mich ist momentan einfach klar - ich sehe mich nicht mit eigenen Kindern. Ich sehe mich nicht in der klassischen Mutterrolle bzw. ich habe einfach nicht das Bedürfnis Mutter zu sein und eigene Kinder in die Welt zu setzen.

Es fühlt sich ziemlich gewagt an darüber zu schreiben, da ich natürlich Angst habe verurteilt zu werden. Gleichzeitig frage ich mich wovor ich Angst habe, da keiner in meinem direkten Umfeld mich jemals schräg angeschaut hat, wenn ich gesagt habe, dass ich mich nicht als Mutter sehe. Vielmehr habe ich oft Verständnis dafür bekommen!

Wenn ich das so sage, dann meine ich nicht, dass ich glaube ich könnte keine Kinder großziehen, oder ich hätte nicht die Möglichkeit oder Kapazität den Kindern etwas Gutes weiterzugeben.


Es geht mir eher darum, dass ich mich so viele Dinge stattdessen tun sehe. Es gibt so Vieles das ich tun, erleben und umsetzen will! Ich habe tatsächlich einen sehr starken Drang mich zu verwirklichen und den Ideen nachzugehen, die in meinem Kopf rumspuken. Ich will flexibel, unabhängig und frei sein. Ich will die Möglichkeiten haben mein Leben zu verändern, wenn es mir gerade in den Sinn kommt. Ich will morgen alles anders machen können als heute, ohne dabei verantwortungslos zu sein.

Wenn ich aber Kinder in die Welt setze, dann habe ich Verantwortung, dann kann ich nicht einfach mal eben in den Urlaub gehen wenn es mir passt, oder nächtelang durcharbeiten, weil ich gerade Spaß daran habe.


Und es ist noch nicht einmal das. Ich glaube gar nicht so sehr, dass ein Kind mich daran hindern würde Freiheit zu leben. Es ist umgekehrt viel mehr so, dass ich mir so viele Dinge ausmale, die ich tun möchte, die einfach nichts mit dem Thema Kinder und Familie zu tun haben. Die nichts damit zu tun haben sesshaft zu sein und ein Nest zu bauen. Dieses Bedürfnis spüre ich nur begrenzt. Klar, ich mag es ein Zuhause zu haben, aber dieses Zuhause kann überall sein. Ich kann es mir überall schön machen.


Wichtig ist für mich, dass ich Menschen um mich herum habe, auf die ich mich verlassen kann, die mich schätzen und die ehrlich und authentisch sind. Mir ist es wichtig gute Freundschaften zu pflegen und tolle Projekte mit tollen Menschen zu machen. Ich will ehrliche Gespräche führen und für mich herausfinden, was das Leben zu bieten hat und was für Erfahrungen ich sammeln kann. Dazu brauche ich aber nicht notgedrungen eine eigene kleine Familie. Dazu brauche ich bewusste Menschen, die mit mir auf einer Wellenlänge sind.

Ich kann natürlich nicht sagen, wie ich das Ganze in 1,2 oder 5 Jahren sehe. Ich habe aber keine Angst davor, dass sich meine Meinung irgendwann ändert. Ich vertraue mir selbst, dass ich offen bleibe für die Idee vielleicht doch irgendwann Kinder zu wollen, aber auch dafür ein Leben ohne Kinder zu führen.


Das Interessante an dieser Sache ist, dass ich Kinder sehr mag und auch gut mit Ihnen kann. Ich bin gerne von Kindern umgeben und wenn ich irgendwann einen Partner haben sollte, der schon ein Kind hat, hätte ich sehr sicher keine Schwierigkeiten damit.

Ich sehe mich nur selbst nicht als Mutter mit all den Verpflichtungen, die das eben mit sich bringt. Ich sehe eher das, was ich dadurch verlieren könnte als das was ich dadurch gewinnen könnte. Ich fühle mich so, als sei mein “Auftrag” ein anderer als der, Mutter zu sein.


Manchmal finde ich das schade, weil ich schon sehen kann, dass es ja auch schön ist eine Familie aufzubauen und in der Mutterrolle aufzugehen. Aber das ist ein bisschen so, als würde ich sagen, es ist auch schön auf einem Bauernhof aufzuwachsen und die ganze Zeit von Natur und Tieren umgeben zu sein. Nur weil ich sehen kann, was das Schöne daran ist (oder sein könnte), bedeutet das nicht, dass ich mir das für mich wünsche. Interessanterweise ist das Ganze auch keine Entscheidung die aus dem Verstand kommt. Ich habe nicht rational entschieden, ich will kein Kind. Ich fühle es nicht. Ich sehne mich nicht danach und ich finde mein Leben so wie es ist und in welche Richtung es geht ziemlich gut. Ich kann genau das ausleben, was ich mir immer gewünscht habe.

Meine größten Bedürfnisse - der Wunsch nach tiefer Verbindung mit Menschen und der Wunsch frei zu sein, werden erfüllt, so wie ich gerade lebe. Alleine das macht mich schon so glücklich und erfüllt mich so sehr, dass andere Bereiche in meinem Leben nicht exakt so sein müssen, wie ich mir das idealerweise wünschen würde, um glücklich zu sein.

Oder, ich könnte es auch so ausdrücken - dadurch, dass diese zwei Hauptbedürfnisse gestillt sind, kann ich Schritt für Schritt daran arbeiten, dass andere Bereiche in meinem Leben sich so entwickeln, wie ich es mir wünsche, ohne, dass ich den Druck verspüre, dass es sofort so sein muss um glücklich zu sein.


Sicherlich bin ich die ganze Zeit dabei mich weiterzuentwickeln und vielleicht sind diese Bedürfnisse jetzt so stark und in 10 Jahren nichtmehr. Ich habe aber die Angst zu bereuen abgelegt. Ich bin sehr bewusst geworden in dem was ich tue und ich überprüfe regelmäßig, ob ich auch wirklich meine Wahrheit lebe und meine Lebensweise mich erfüllt. Ich vertraue mir, dass ich das tue was für mich gut und richtig ist und ich vertraue mir auch, dass ich - falls ich irgendwann das Gefühl haben sollte einen Fehler gemacht zu haben, auch damit umgehen kann.


Ich bin jedoch grundsätzlich nicht der Typ Mensch, der bereut. Was passiert ist, ist passiert und ich versuche in jedem Moment das Richtige zu tun.

Ich weiß, dass egal was mir in meinem Leben passiert, ich immer einen Weg finde das Ganze zum Positiven für mich zu wenden.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass es viele Frauen gibt, die Kinder bekommen, weil sie glauben das ist jetzt dran bzw. so konditioniert wurden. Oder weil es eine Leere gibt die sie füllen wollen. Ich weiß auch, dass es für manche eine Flucht aus dem Beruf ist oder in manchen Partnerschaften sinnstiftend wirkt. Ich möchte das nicht verurteilen, denn ich glaube auch hier steckt im Kern keine schlechte Absicht dahinter, höchstens Unbewusstheit oder die Angst sich etwas zu stellen, Angst vor der Frage nach der eigenen Sinnhaftigkeit oder die Suche nach der Berechtigung zu leben. Ich habe nur für mich selbst erkannt, dass das alles keine Gründe sein können ein Kind und die Welt zu setzen.

Ein Kind kann und darf meiner Meinung nach kein Ersatz für etwas sein, keine Flucht und kein Vorwand. Ein Kind sollte dann kommen, wenn man sich ganz bewusst und nicht aus einem Mangel heraus, dafür entscheidet. Sicherlich gibt es genug Eltern, die sich aus diesem Grund dafür entscheiden und ich hoffe sehr, es werden immer mehr. Ich glaube aber auch, dass es einige Eltern gibt, die sich nicht wirklich die Zeit genommen haben sich in der Tiefe mit diesen Themen auseinanderzusetzen.


Was ich hier spannend zu erwähnen finde - ich habe mich in letzter Zeit mit einigen Müttern darüber unterhalten, was es für sie bedeutet Mutter zu sein und wie ihre Einschätzung zu meiner Situation ist. Einige sagen mir, dass sie ihre Kinder zwar über alles lieben und sie sich natürlich freuen, diese in ihrem Leben zu haben, aber dass sie sich auch ein Leben ohne Kinder hätten vorstellen können und dass sie gar nicht so genau wissen, ob sie die Entscheidung Kinder zu bekommen nochmal so treffen würden. Das bestätigt vielleicht meinen Gedanken, dass ich in Frage stelle wer sich wirklich aktiv und in der Tiefe mit seinem Kinderwunsch auseinandergesetzt hat.

Ich finde es sehr bemerkenswert, dass einige Mütter das rückblickend so sehen und auch so äußern, da ich oft das Gefühl habe, das ist etwas worüber wenige so offen sprechen. Zumindest wurde es nie an mich herangetragen, bis ich selbst begonnen habe darüber zu sprechen.


Ich finde es wichtig das zu thematisieren, da es Frauen wie mir die Angst nimmt einen Fehler zu machen - oder zu glauben, dass vielleicht etwas nicht stimmt.

Ich habe keine Ahnung wie sich dieser Nicht-Kinderwunsch entwickeln wird und wie es sein wird, wenn ich einen Partner habe, der sich ein Kind wünscht. Vielleicht ändert sich dadurch auch manches für mich… aber bis heute kann ich sagen, dass sich mein Gefühl keine Kinder zu wollen eher bestärkt hat.


Eine Sache, die ich aber ziemlich sicher sagen kann - würde ich schwanger werden, würde ich das Kind bekommen wollen. Denn ich denke hier gibt es keine Zufälle. Dann würde ich mich nicht gegen das Leben wehren, sondern es auch hier als Situation betrachten, die mir das Leben geschenkt hat um etwas Neues zu lernen, zu wachsen und wer weiß, vielleicht noch schönere Erfahrungen zu machen, als ich sie mir ausmalen konnte!

Ich habe großen Respekt vor allen Müttern und werdenden Müttern und vor allen Müttern die es schaffen sich trotz Kind noch selbst zu verwirklichen!

Alles Liebe!


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