Was es mit der Zeit auf sich hat

Aktualisiert: 28. Mai 2019


Ich war neulich bei einer Beerdigung. Von jemandem, der mir sehr am Herzen lag. Die Umstände, wie dieser Mensch gestorben ist, waren nicht besonders schön, aber dennoch - er hatte ein langes Leben. Bei der Trauerfeier (welche ich mitgemacht habe, obwohl ich absolut kein Fan von Trauerfeiern dieser Art bin) hat die Pfarrerin über die Stationen im Leben des Verstorbenen gesprochen. Was er alles in seiner Jugend, als junger Erwachsener und später als Familienvater und Opa erlebt hat. Ich dachte mir wow, was für ein erfülltes, bewegendes und auch erfolgreiches Leben. Und auf einmal wurde mir klar - noch klarer als sonst, wie kurz das Leben ist. Wir denken immer, es geht alles so lange. Weil wir ständig über Jahre und Jahrzehnte reden und unsere Zeit in Wochen und Monate einteilen. Und weil wir uns einreden (lassen) ein Jahr ist so und so lang, oder so und so kurz. Aber wenn wir die ganze Sache einmal nur aus dem Fühlen heraus betrachten. Also einmal komplett vergessen, dass wir irgendetwas über Zeit wissen, sondern uns nur überlegen, wie sie sich anfühlt, wird dann nicht klar, dass sich eigentlich alles ganz kurz anfühlt? Klar, wir stecken voller Erinnerungen uns sie bestimmen unsere Einschätzung von Zeit, aber wenn wir nicht wüssten, dass etwas zwei Wochen oder zwei Jahre her ist, würden wir dann nicht alle Erinnerungen vermischen uns sie eher in eine Kategorie der Intensität und Bedeutung einteilen anstatt in Kategorien von linearen Zeitmustern - einer Hierarchie die sich irgendwie linear orientiert? Wenn wir unser Leben so betrachten, ist es dann nicht irgendwie unglaublich kurz egal wie lange sich manche Momente anfühlen? Ging das Leben, das wir bisher gelebt haben nicht unendlich schnell vorbei? Wohin sind die letzten 5 oder 10 oder 20 Jahre gegangen? Und sind wir nicht irgendwie auch immer noch die selbe Person? Wenn ich nicht wüsste, dass wir alles in, sagen wir mal, Jahre einteilen, dann könnte ich kaum sagen wie lange etwas her ist, oder wie alt ich eigentlich bin. Ich könnte es nur erfühlen und ich würde nur wahrhaftig wissen, was jetzt im Moment geschieht. Ich könnte sagen welche Bilder ich in meiner Erinnerung habe und wie ich mich damit gefühlt habe, aber es würde sich eher so anfühlen als wäre alles gemischt und gleichzeitig, weil ich Erinnerungen ja irgendwie auch nur gleichzeitig abrufen kann - ich fühle ja nicht in einem Zeitsystem, sondern dann, wenn ich eine Erinnerung abrufe, oder wenn ich erinnert werde. Und da wird uns doch eigentlich klar, wie unfassbar kurz das Leben ist, es ist quasi in einem Augenblick vergangen. Denn immer wenn wir uns erinnern ist der Moment der Erinnerung ja schon vorbei und es ist nur real was gerade jetzt passiert. Wie unglaublich ist das eigentlich?! Da kommt einem doch die Idee, dass wir durch Gesetzmäßigkeiten wie Zeit, deren Einteilung vom Menschen erfunden wurde, unfrei werden und festgesetzt - obwohl vielleicht ganz andere Dinge wichtig sind. Wie die individuelle Wahrnehmung von Vergangenem, Augenblicklichem und dem was die Zukunft bringt. Jeder Mensch nimmt das anders wahr und jeder Mensch hat seine eigene Art damit umzugehen und das ist eigentlich auch gut so. Dadurch, dass es die Festlegung der Zeit gibt, soll der Mensch sich Regeln unterordnen, die ihm vielleicht gar nicht entsprechen, in denen er sich vielleicht gar nicht wohlfühlt. Als mir das klar wurde dachte ich mir einfach nur - wir denken immer das Leben ist so lange und wir haben ja so viel Zeit und das stimmt einfach nicht. Wir prokrastinieren und verschieben Dinge die uns wichtig sind, uns wirklich am Herzen liegen, weil wir denken wir haben ja noch Zeit - nach meiner letzten Erkenntnis stimmt das aber nicht. Wir sollten das was uns wichtig ist jetzt tun, augenblicklich. Wir sollten uns mit Menschen umgeben, die uns wichtig sind - jetzt - augenblicklich und wir sollten alles tun um in der Freude zu sein - jetzt - augenblicklich. Zeit gibt es nicht, es ist immer jetzt. Und wenn wir am Ende stehen, dann wollen wir nicht denken, Mist, was hab ich eigentlich die ganze Zeit gemacht?

Nie zuvor war mir das so klar. Zeit ist eine Illusion und ein starres Gefüge und wenn wir anfangen das abzulegen, dann fangen wir endlich an zu leben! Dann befreien wir und aus den Fesseln der Zeit, die uns tagein tagaus sagt, wie wir zu leben haben und wann wir was zu tun haben.

Lasst uns das überwinden und anfangen zu leben - dann werden wir unglaublich kraftvolle und schöpferische Wesen. Im Prinzip das was wir immer schon sind und immer schon sein wollten.


Alles Liebe

Maren


PS: Wann immer Du bereit bist toxische Beziehungen für immer hinter Dir zu lassen, hier gibt es 4 Wege, wie Du vorgehen kannst:


1.) Folge mir auf Instagram und schaue, was ich so mache: @freude_leben_coaching.


2.) Melde Dich für das nächste kostenlose Webinar an: Dazu antworte mir einfach auf diese Email mit dem Betreff “Webinar” und ich schicke Dir weitere Informationen dazu.


3.) Melde Dich für mein Online-Kurs “Raus aus der toxischen Beziehung - erste Schritte” an:


Ich arbeite nächsten Monat persönlich mit einer kleinen, ausgewählten Gruppe von Personen, die das Thema toxische Beziehungen für immer hinter sich lassen wollen. Wenn du wissen willst wie du von jetzt an für immer emotionale Nähe erfahren kannst und damit endlich in sicheren Beziehungen leben kannst, dann könnte ich dir eventuell helfen. Ich habe in meinem Kurs “Raus aus der toxischen Beziehung” noch ein paar Plätze frei und wenn du mit mir persönlich arbeiten möchtest, antworte auf diese Email einfach mit dem Wort “Lösung”.


4.) Hol Dir meine direkte Unterstützung im 1 zu 1 Coaching:

Wenn du direkt und privat mit mir arbeiten willst um das Thema toxische Beziehungen aufzulösen, dann lass uns miteinander sprechen. Hier hast du direkten Zugriff auf meinen Kalender und kannst ein Gespräch mir mir buchen https://calendly.com/kontakt_freudeleben


#Zeit #relativ #Leben

15 Ansichten

Impressum & Datenschutz ©2019 by Freude Leben.